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Testbericht der Re 482 von Kühn-Modell

Den Testbericht der Re 482 der SBB Cargo können Sie im Detail in der LOKI, Heft 02 / 2010 nachlesen. Hier an dieser Stelle möchten wir aber einige ergänzende Informationen geben, die den Rahmen des Testberichts in der LOKI gesprengt hätten.

 

Beurteilung der Fahreigenschaften

 hierzu wurden folgende Fahrsituationen herangezogen:

  • Fahrt mit und ohne Anhängelast über diverse Weichenstrecken einschliesslich Doppel-Kreuzungsweiche

  • Bogenweiche im Gegenbogen mit und ohne Anhängelast

  • Verhalten bei Gleisunebenheiten und Neigungswechseln mit und ohne Anhängelast

  • Fahren im Schiebebetrieb über Weichenstrecken und Gegenbogen

  • Fahrt bei geringer Fahrspannung über Weichenstrecken

 

Zugkraft und Anfahren am Berg

Die Zugkraft wurde auf einer in ihrer Neigung verstellbaren, schiefen Ebene getestet. Die Anhängelast bestand aus handelsüblichen Vierachsern. Hierbei zeigte das Testmuster folgendes Verhalten:

40 Achsen, 6% Steigung: Fahrbetrieb ohne Anhalten: ok

                                                 Anfahrverhalten:  ok

 

44 Achsen, 6% Steigung:  Fahrbetrieb ohne Anhalten: ok

                                                  Anfahrverhalten:  Lok schleudert, kann aber den Zug noch anfahren

 

48 Achsen, 6% Steigung: Fahrbetrieb ohne Anhalten: Lok schleudert, wenn der gesamte Zug auf der

                                                 Rampe sich befindet

                                                 Anfahrverhalten:  Lok schleudert und kann den Zug nicht mehr anfahren

 

Limitierender Faktor ist die Reibungsmasse der Lok. Diese ist durch den Druckgussrahmen zwar ordentlich dimensioniert, aber der Motor und dessen hohe Untersetzung wären in der Lage bei höherer Reibungsmasse eine noch höhere Anhängelast zu bewältigen.

Schiefe Ebene zur Ermittlung des Zugkraftverhaltens und Anfahren am Berg

 

Geschwindigkeitsmessung

Die Geschwindigkeit der Lok wurde im betriebswarmen Zustand ohne Last auf einer zwei Meter langen geraden Messstrecke ermittelt. Hierzu wurde die Dauer der Durchfahrt mittels zweier Lichtschranken von einer eigens dazu entwickelten Mikrocontroller- Messeinheit (Atmel- AVR) ermittelt und über ein Display dargestellt. Die Fahrspannung (12V DC) lieferte ein stabilisiertes Labornetzgerät.

Messeinrichtung zur Zeit- und Geschwindigkeitsmessung, bestehend aus (Prinzipdarstellung der verwendeten Komponenten):

  • Atmel-Board von Pollin mit Prozessor ATMEGA 8535

  • zwei Gabellichtschranken (aus einer Postsortiermaschine der PTT)

  • Display 2 x 24 Zeichen (Reichelt-Elektronik)

  • Stromversorgung Elektronik (Steckerlader 12V DC, 0.5A) unabhängig von der Fahrspannung

 

 

Stand der Technik in TT - feinste mehrfarbige Bedruckungen an der Vorderfront - sogar die zweifarbigen Warnpiktogramme oberhalb der Führerstandsfenster sind vorhanden.

 

 

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04.01.2012       Disclaimer